VIFLY R220 M2 – RTF/BNF Anfänger Drohne

VIFLY R220 M2 – RTF/BNF Anfänger Drohne
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In diesem Testbericht geht es um den R220 M2 von VIFLY. Dabei handelt es sich um die verbesserte Version des R220, welchen ich auch testen durfte, bei dem mir aber viele Dinge nicht gefallen haben. Mit dem M2 hat sich nun einiges unter der Haube geändert, der Frame selbst ist identisch geblieben.

Der VIFLY ist für Anfänger gedacht, welche einen robusten aber dennoch „racefähigen“ Copter mit aktuellen Komponenten haben möchten. Das Design ist natürlich wie immer Geschmacksache, ich persönliche finde es interessant aber verbesserungswürdig.

Technische Daten

  • Maße: 200 x 195 x 75 mm
  • Motor zu Motor Diagonale: 220 mm
  • Gewicht: 452 g
  • Empfänger: FrSky, DSMX oder FlySky
  • Flugsteureung: Omnibus F4
  • OSD: BetaFlight OSD (SPI)
  • Motoren: 2205-2600KV
  • ESC: BLHeli-S 25 (30A Burst) Dshot 600
  • integrierter Buzzer
  • FPV Kamera: CMOS 720 TVL
  • Propeller: DAL 5045BN / DAL T5045
  • LiPo: bis zu 4S
  • Ports: GPS, DVR
  • Farben: weiß, gelb, rot, schwarz
  • Preis BNF : 219 $
  • Preis RTF : 299 $ (+ LiPo + FlySky Fernsteuerung)

Lieferumfang

Die BNF (bind and fly) kommt in einem bedruckten Karton sowie passendem Schaumstoff, der den Copter auf dem Transportweg ausreichend schützt. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Kopter selber ein Satz Propeller, Werkzeug, Schaumstofffüße, und ein Kabel für den GPS/LED Port.

Bei den Propeller handelt es sich um die DAL 5045 Bullnose Zweiblatt Propeller. Mir persönlich haben die Propeller nicht gefallen, auch wenn sie durch ihre Haltbarkeit gut geeignet sind für Anfänger. Mit den Bullnose Propllern habe ich zu wenig Punch, meiner Meinung nach. Da ich hauptsächlich DAL Cyclone 5046C fliege, habe ich diese natürlich gleich montiert. Der Unterschied ist deutlich spürbar.

 

Frame

Der Frame des VIFLY R220 M2 ist relativ flach gehalten und ist komplett geschlossen. Der Hauptrahmen ist ein Kunststoffteil mit eingepressten Muttern. Die Unterseite des Frames ist komplett aus CFK, wohingegen die Oberseite ein durchgehendes PCB aus GFK ist. Das PCB ist sozusagen das Herzstück, da dort von der Unterseite nahezu alle Komponenten verbaut sind.

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Empfänger

Wenn man schon eine Funkfernsteuerung besitzt kann man idealerweise zwischen FrSky, DSMX oder FlySky wählen. Alle Modelle verfügen über einen physischen Bind-Knopf. Man muss den Frame also nicht öffnen, um seine Funkverbindung zu binden. Die Antennen sind durch Schrumpfschlauch geschützt und schauen nur mit dem aktiven Teil aus dem Frame, sodass es nahezu unmöglich ist, diese zu beschädigen.

Knöpfe und Stecker

Von links nach rechts

  • Binding Knopf: zum binden mit einer Fernsteureung
  • LED Strip Port: Dort kann ein LED Modul und ein GPS Modul angeschlossen werden
    PIN 1: 5V (neben dem USB Port)
    PIN 2: RX3
    PIN 3: TX3
    PIN 4: LED
    PIN 5: GND
    PIN 6: SW (neben dem Bind-Knopf)
  • USB Port: Betaflight GUI Konfiguration
  • Video Channel Button: Zum Konfigurieren des VTX (Band, Kanal sowie Leistung)

 

Flugsteuerung

Die Flugsteuerung basiert auf einem Omnibus F4 Chip und hat natürlich ebenfalls das Betaflight OSD mit an Board. Der Flugcontroller ist über ein Flachbandkabel mit dem großen PCB verbunden.

 

Schaumstoff Softmount

Hervorragend gelöst ist das Softmounting, was man auf dem Foto nicht erkennen kann. Die Flugsteuerung ist mit einem Schaumstoff auf der CFK Grundplatte verklebt und ist somit perfekt gedämpft.

ESCs

Die Motoren werden mit BLHeli-S ESCs angesteuert. Diese Regler liefern eine Leistung von 25 A dauerhaft und 30A kurzzeitig. Sollte ein Regler kaputt gehen, können diese natürlich ausgetauscht werden.

Motoren

Verbaut sind 2205er Motoren mit 2600 KV. Es sind wahrscheinlich umgelabelte Racerstar Motoren. Leider wurden hier eine selbstsichernden Muttern verwendet, sodass man die Muttern nur schwer anziehen kann ohne ein spezielles Werkzeug dafür zu verwenden. Normale selbstsichernde Muttern wäre definitiv die bessere Wahl gewesen, doch leider sind die Motorschäfte so kurz, sodass man keine selbstsichernden Muttern benutzen kann.

Videosender

Der Videosender ist eine Eigenentwicklung und ist fest auf dem PCB verbaut. Man kann den Sender auf wahlweise 25, 200 oder 500mW konfigurieren. Dies geht entweder per Knopf an der Seite des Quads, oder über das Betaflight OSD.

FPV Kamera

Leider wurde hier nur eine kleine CMOS Cam verbaut, welche gerade bei wechselnder Belichtung seine Schwächen hat. Bei meinem ersten Testflug auf meiner Wiese war ich dennoch überrascht wie die Kamera trotz des CMOS Sensors performt, dennoch denke ich, dass bei vollen Sonnenschein die CMOS Kam kein gutes Bild liefern wird. Den Winkel kann man ohne Schrauben verändern. Die Kamera durch eine Art Gummipuffer gegen Dreck und leichte Einschläge geschützt.

Spannungsüberwachung

Über die 7-Segmentanzeigen wir die aktuelle Spannung angezeigt. Ich finde es überflüssig, da man die Spannung ja schon bereits im OSD sieht.

 

 

Gewicht VIFLY R220 M2

Mit ca 450g ohne Akku, ist der Quad natürlich kein Leichtgewicht. Das merkt man vor allem bei Flips, Rolls aber am meisten bei Dives, wo man den Quad kurz vor dem Boden abfangen muss.

Antennen

VTX – Videosender

Die Video Antenne ist eine Cloverleaf Antenne welche per SMA Buchse mit dem Videosender verbunden ist. Damit dieser Anschluss nicht beschädigt wird, ist die Antenne durch den Metallbügel gesichert. Trotzdem bin ich kein Freund dieser Art der Montage. Besser wäre es gewesen, wenn die Antenne samt SMA im Inneren des Copters verschunden wäre und nur der flexible Teil der Antenne herausschaut.

RX – Empfänger

Die Empfängerantennen sind ebenfalls nach außen geführt und perfekt gegen mechanische Beschädigungen von außen geschützt. Leider musste ich bei meinem Quad feststellen, dass eine Antenne zwischen Plastik und Kohlefaserplatte während des Montageprozess eingeklemmt worden sein. Die Litze der Leitung ist sicher und es kann sein, dass dadurch auch die Schirmung dort fehlerhaft ist. Ich habe dieses Problem bereits an den Hersteller weitergegeben.

 

DVR

Hier findet ihr eine kurze DVR Aufnhame auf meinem Home-Track. Bei Minute 0:15 kann man gut sehen, dass man sich an das höhere Gewicht erst einmal gewöhnen muss. Dies war mein Erstflug mit dem Vifly R220 M2 und ich musste mich erst an das Feeling gewöhnen. Wie ihr am Ende des Videos sehen könnt, bin ich leider in das Startgate eingeschlagen und habe dabei die FPV Kamera beschädigt. Sobald ich diese Repariert habe, gibt es weitere DVRs sowie HD Videos des Vifly R220 M2.

HD Aufname

steht noch aus, nach der Reparatur der FPV Cam (siehe oben)

 

Fazit VIFLY R220 M2

Für einen Anfängercopter, der out of the Box fliegt (kein Zusammenbau nötig) macht der Vifly R220 M2 wirklich etwas her. Es sind aktuelle Komponenten verbaut und man kann ihn durchaus als Racer bezeichnen. Durch sein hohes Gewicht ist er natürlich nur bedingt für den Renn-Einsatz zu gebrauchen. Die Wartung nimmt auch relativ viel Zeit in Anspruch, da  um ins innere zu gelangen, die Grundplatte und alle Motoren abgeschraubt werden muss. Dennoch ist der Copter interessant für Einsteiger.

Info zum Import/Versand:
Ich habe keine Informationen darüber, ob dieses Produkt ein gültiges CE Zertifikat hat und so eingeführt werden kann. Bitte erkundige dich vorher selbstständig, ob es möglich ist. Solche Aussagen möchte ich hier nicht treffen.

Laut Hersteller gibt es folgende zwei Versandmöglichkeiten:

1. DHL. It is the fastest way which normally takes one week from here to Germany. But one thing is it may cause custom fee, we will declare the value at $50USD to reduce the cost.
2. Germany Priority line. It is a little bit slower which normally takes10-12 days. But there is no extra fee for you as we will prepay the custom fee.

Kurzfassung:
1.DHL, schnell und es muss selber verzollt werden.
2. Germany Priority line, 10-12 Tage. Verzollung durch Vifly, keine extra Kosten.

  • gut geschützte Komponenten
  • aktuelle Technik (F4, OSD, VTX)
  • Betaflight OSD
  • einstellbarer VTX (per Knopf oder OSD)
  • DVR onboard Port
  • Stecker und große SMD Bauteile zusätzlich mit Silikonkleber gesichert
  • Metallbügel ist zu schwer (schützt allerdings den LiPo bei Chrashs)
  • hohes Gewicht
  • CMOS FPV-Cam bietet mäßiges Bild
  • keine selbst-sichernden Muttern auf den Motoren

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